Heute haben wir das erste Mal in unserem Sportkurs gekocht. Ich hatte ja schon erzählt, dass Röckchen und ich im Kurs "Laufen, Ernährung und Leichtathletik" gelandet sind. Heute wäre eigentlich schönes Wetter zum Joggen gewesen, aber das Kochen stand schon fest. Es ist so, dass jedes Mal eine kleine Gruppe von Schülern (2-5) bestimmt, was gekocht wird. Die Gruppe muss dann die Einkäufe erledigen und Anweisungen geben. Eigentlich soll dann auch noch erklärt werden, warum gerade dieses Menü, so besonders gesund ist. Ja, ihr habt richtig gehört: Menü, also Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch. Der Teil "Warum ist das so gesund?" ist heute weggefallen, weil die Gruppe ziemlich verplant war und ehrlich gesagt, wäre mir auch nicht eingefallen, warum ihr Menü sonderlich gesund gewesen wäre...
Die drei Punkte in der Überschrift, lassen vielleicht schon erahnen, dass wirklich ausnahmslos all meine Vorurteile zu meinen Altersgenossen und deren Ernährungs- und Essgewohnheiten bestätigt wurden. Ich kam mir vor wie ein Wahrsager, denn alles was ich "prophezeit" hatte, ist eingetreten. Wenn ihr wüsstet, wie man Röckchen kontaktieren kann, würde sie euch das bestätigen. Bevor ich jetzt von der Kochaktion berichte, muss ich mich schon einmal Entschuldigen, falls ich vielleicht etwas zu ungnädig schreibe, aber irgendwie regt mich diese ganze Gleichgültigkeit und ja, auch Unwissenheit total auf. Ich bin so froh, dass ich Röckchen in dem Kurs habe, sonst wäre ich allein auf weiter Flur!
Also, das Menü der Gruppe begann mit einem Salat. Ganz gut fand ich die Idee, eine Art Buffet zu machen, weil sich dann jeder die Zutaten nehmen konnte, die er/sie mag. Es gab Eisbergsalat, Mais, Tomaten, Paprika, Gurke, geraspelte Möhrchen, Mozzarella und ein Dressing. Hört sich ja erst einmal gar nicht so schlecht an, meine Kritikpunkte:
- eingeschweißter konventioneller Eisbergsalat, der wahrscheinlich mehr Pestizid als alles andere enthalten hat...
- Tomaten die eher weiß als rot waren. Es ist eben gerade keine Tomatenzeit!
- ein Knorr-Fix Dressing. Nein! Nein! Nein! Habt ihr euch mal die Inhaltsstoffe durchgelesen? Auf der Homepage von Knorr, werden die Zutaten lieber gar nicht erst angegeben. Ich erinnere mich aber, dass das "Dressing" ein Mix aus Zucker, Maltodextrin, Milchzucker, Aroma, Hefeextrakt, Glycerinen (so ähnlich) und ungefähr 1,4% Kräutern bestand. Ich finde das widerlich.
Es lief also darauf hinaus, dass ich einen großen Berg geraspelte Möhrchen, etwas Paprika und Mais gegessen habe. Dafür habe ich den Teller für die Hauptspeise benutzt und nicht das "Salatschüsselchen" in das nur höchstens 2 Salatblätter gepasst hätten...Ohne das Dressing natürlich.
Der Hauptgang bestand dann aus Vollkornnudeln mit Pilzrahmsoße (sogar Vegetarisch, aber nur, weil die Gruppe keinen Bock hatte, das Fleisch zu bezahlen...). Meine Kritikpunkte hier:
- warum kocht man eine fette Sahnesoße mit Unmengen von Butter, Sahne und Speisestärke, wenn es darum geht, ein besonders gesundes Gericht zu kochen?
- die Leute, die für den Hauptgang zuständig waren, haben es nicht auf die Reihe bekommen, Pilze zu schneiden. Ich weiß ja, dass einige Leute die Haut der Pilze abschälen, aber warum? Das sind doch alles Zuchtchampignons, die noch nie mit richtigem Dreck in Berührung gekommen sind!
- die Nudeln waren total verkocht, klebten zusammen und das Kochwasser war nicht gesalzen. Außerdem war das Timing so schlecht, dass die Nudeln beim Essen kalt waren.
- Röckchens Kritikpunkt: es war viel zu viel Petersilie in der Soße, aber das ist natürlich subjektiv.
Nachdem ich eine Nudel probiert hatte, entschloss ich mich dazu, lieber noch mal zum Salatbuffet zu gehen, denn die oben genannte Beschaffenheit der Nudeln, sprach mich nicht sonderlich an (außerdem liebe ich geraspelte Möhrchen!). Röckchen hat die Nudeln ohne Soße gegessen und irgendwo Sojasauce aufgetrieben, um sie damit runterzuwürgen (nein, ich übertreibe NICHT!).
Der Nachtisch bestand dann aus einem Obstsalat, bestehend aus Banane, Erdbeeren, Honig und Puderzucker. Meine Kritikpunkte kann man sich wahrscheinlich schon denken:
- Erdbeeren im Winter?! Wenn es Tiefkühl-Erdbeeren gewesen wären, ok. Aber "frische" Erdbeeren? Neein!
- Honig (ja klar, nicht vegan) UND Zucker? Ich hätte nichts von Beiden an mein schönes Obst gelassen. Es ging um gesundes Kochen und die Gruppe mixt Zucker in ihren Obstsalat?
- Chicita-Bananen (wird das so geschrieben?). Ok, ich verlange ja nicht, dass alle sich darüber informieren, wie schlecht es den Arbeitern auf den Plantagen von Chicita geht und wie viele Pestizide eingesetzt werden, aber es hat michtrotzdem gestört.
Obstsalat fiel also, nicht nur wegen des Honigs, auch weg. Auch für Röckchen, wir haben schon mal abgewaschen.
Dann noch ein paar "Szenen":
1. Bevor der Unterricht begann, saßen wir alle noch im Klassenraum. Ein Mädchen aus der 11. kommt rein, setzt sich hin und sagt: "Oha ey, wehe jemand von euch kommt mir mit Vollkornnudeln oder so einem Scheiß!". Ich dachte nur: "Was für ein reizendes und sympathisches Mädchen!"
2. Die Kurs-Kameradin, die schon letzte Woche angekündigt hatte, dass vegetarisches Essen scheiße wäre, weil sie ja nur Fleisch möge, beschwerte sich über den Obstsalat und auf meine Frage hin, welches Obst sie denn mögen würde, kam: "Ich esse gar kein Obst oder Gemüse. Das ist voll eklig!" Später beim Essen holte sie sich Ketchup für ihre Nudeln.
3. Es gab noch ein paar andere, die ich mir merken wollte, aber ich habe sie vergessen. Röckchen, ich bitte um Ergänzung!
Insgesamt hat mir die Kochaktion aber ganz gut getan und mir gezeigt, dass ich nicht zu hohe Erwartungen an meine Altersgenossen haben sollte. Ich hatte wirklich mehr Kenntnis von Ernährung und Zubereitung von Lebensmitteln erwartet, aber ich setze die Messlatte eh immer zu hoch an. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich dieses Unwissen gut finde, aber ich muss mir einfach auch eingestehen, dass es nicht ganz normal ist, sich in meinem Alter dermaßen viel mit Gesundheit, Ernährung, Massentierhaltung, Bio, Arbeitsbedingungen usw. auseinander zu setzten.
Nächste Woche übernehmen 4 türkische Mitschülerinnen das Kommando und es wird, natürlich, türkisch gekocht. Ich bin gespannt.
Edit: Meine Avocado sieht übrigens gerade so aus:
Der grüne Keim steckt schon sein Köpfchen aus dem Wasser!
Es ist unfassbar. Eigentlich ist das ganze so traurig. Dennoch das amüsanteste was ich heute lesen durfte. :D
AntwortenLöschenEs ist wirklich nicht schwierig ein gutes Dressing zu machen. Warum dann ein Knorrerzeugnis, das immer so wirkt, als hätte man versucht eine lebende Masse zu kreieren.
Das mit der Petersilie kann ich glaub ich sogar verstehen wenn ich an ein Mahl meiner Mutter denke, als ich sagte das Petersilie unfassbar lecker sei. :D
Das mit dem Obstsalat geht auch gar nicht. Wenn ich nicht wüsste was für Leute auf die Schule gehen würd ich ja sagen, kocht ihnen mal was anständiges. Aber über das Unverständnis muss man ja nicht mehr reden.
Wenn es dich aufmuntert, ich durfte heute auch gegen Argumente wie "Hä? Tiere essen doch auch Tiere!" antreten. :)
Ohje, das klingt ja echt nach einer ganz verplanten Kochaktion! Aber irgendwie kommt mir deine Situation bekannt vor!^^
AntwortenLöschenFinde es auch lustig, dass viele fleischliebende Gefährten es einfach viel zu kompliziert finden, eine einfache Vinaigrette hinzubekommen und stattdessen lieber komisches Dressing aus der Flasche nehmen.
Der türkische Abend wird bestimmt ganz nett, da viele türkische Antipasti, so wie eingelegte Champignons oder Spinatpide (ohne Schafskäse) ja vegan und total lecker sind! Viel Glück! ;-)
Oh, wie ich das kenne... meine Altersgenossen halten z.B Milchschnitte für gesund, da ja da so viel gesunde Milch und Calcium drin ist... das ich nicht lache...
AntwortenLöschenEntweder hatten sie keinen Bock oder sie könnens halt nicht besser - kein Grund sich aufzuregen. Wenn du bald in der Mensa isst, gibt es dort auch keinen Biosalat, Biobananen, dafür Tomaten im Winter und jede Menge verkochte Nudeln...
AntwortenLöschenwäre es nicht sinnvoll, wenn ihr vorher lernt, was (zumindest mehrheitlich anerkannt im sinne von: frische saisonale waren und keine fertigprodukte) "gesunde, ausgewogene ernährung" ist und dann erst kocht?!
AntwortenLöschenOweh.. Sowas macht mich immer traurig. Aber ich kenn genug Leute, die Mitte zwanzig sind und sich noch immer keine Gedanken über solche Dinge gemacht haben. Egal, ob deren Eltern die Erziehung in Sachen Gesundheit haben schleifen lassen - irgendwann muss man doch mal selbst Verantwortung übernehmen können. Grrr.
AntwortenLöschen@Anonym #1:
Ich persönlich bin kein Freund des “subventionierten Trogfutters“ (wie ein Kommilitone es immer zu nennen pflegt :D), aber in den meisten großen Mensen gibt es heutzutage Bio- und sogar vegane Gerichte (was letztere betrifft, ist das zwar häufig nur einmal wöchentlich der Fall, aber es ist ein Anfang!).
Mh wenn deine Gruppe dran ist solltest du alles daran geben zumindest ein bisschen Weisheit in die Köpfe deiner Mitschüler zu pressen.
AntwortenLöschenScheint ja echt ne mittelschwere Katastrophe zu sein :/
So ne Klasse hab ich auch...^^
AntwortenLöschenich glaube due hast zu 100% recht mit allem was du schreibst - aber so direkt darf man das den leuten nicht sagen... sonst bist du schnell die zicke, die an allem was zu meckern hat.
AntwortenLöschendass es nunmal an allem was zu meckern gibt ändert da leider nix dran... ich hab mich schon so oft unbeliebt mit sowas gemacht, dass ich mir inzwischen mühe gebe, bei sowas die samthandschuhe auszupacken.
ich glaube du darfst auch nicht davon ausgehen, dass denen sowas wichtig ist. für die ist das "schule", das macht man, weil mans halt muss, und sucht sich den bequemsten weg. kennen wir ja alle ^^
Also ich finde, dass man den "Druck" bei sowas auch nicht vergessen sollte.. Ich will hier nichts verteidigen oder schönreden, aber wenn man an einer Schule ist, an der es Kommentare hagelt, wie Annalein sie oben beschrieben hat, dann KANN man doch quasi nichts wirklich gesundes kochen, ohne sich ins soziale Aus zu katapultieren, oder?
AntwortenLöschenUnd den Bequemlichkeitsaspekt, den Mausflaus beschrieben hat, find ich auch wichtig.. Es ist eben "nur" Schule.. Da hat mein keine Lust viel Geld auszugeben für so ein Essen, an dem später sowieso rumgemeckert wird.. egal von welcher "Front".. Ich hoffe, man versteht, was ich meine..
Klar ist es schlimm, dass sich so wenige überhaupt um Ernährung kümmern, aber das kriegt man erstens so vorgelebt.. ja auch durch die Medien.. um mal das mit der Milchschnitte nicht unerwähnt zu lassen, aber halt auch deshalb, weil es wohl sowas wie "uncool" zu sein scheint.. Hab das auch schon oft erlebt.. So viel Ignoranz wie bei dem Thema Ernährung hab ich nichtmal bei ner Diskussion über Homosexualität geerntet.. Obwohl ich da schon dachte, die Leute würden nicht denken.
Ich finde deinen Beitrag ganz schön arrogant. Genau diese herablassende Art ist die Ursache, warum Veganer in unserer Gesellschaft negativ bewerten werdet. Wir erwarten Toleranz, sind aber selbst nicht bereit welche aufzubringen.
AntwortenLöschenDeine Mitschüler haben sich wahrscheinlich noch nie darüber Gedanken gemacht, was alles in einem Knorr-Dressing drin ist. Sie benutzen es aus simplen Gründen: Es ist einfach und es schmeckt ihnen. Was ist daran verwerflich?
Du hast diesen Fehler sicherlich schon oft genug selbst begangen.
Zum anderen finde ich es recht frech zu behaupten, dass einige der genannten Lebensmittel per se ungesund ist. Es gibt bis heute keine Studie, die zu 100% sagen kann, dass etwas gesund oder eben ungesund ist. Das liegt einzig allein daran, dass wir alle unterschiedlich auf Lebensmittel reagieren und es nicht "die eine richtige Ernährungsweise" gibt.
Du solltest deinen Mitschülern lieber aufzeigen, warum man dies oder jenes kritisch sehen sollte.
... und zwar nicht überheblich, weil du es besser weißt, sondern nett und freundlich im Sinne von "Ich wusste, dass früher auch nicht".
@Sheep Wolf: Haben wir ja schon besprochen ;)
AntwortenLöschen@ATHmango: Ich hoffe einfach mal das Beste für das türkische Kochen :)
@Vegantoto: Jaja, die gute alte Milchschnitte ;)
@Anonym1: Ich weiß, dass das Mensaessen meist nicht viel besser aussieht, daher weiß ich schon jetzt, dass ich mir mein Essen von zu Hause mitbringen werde. Wozu habe ich den eine schöne Bento-Box, wenn nicht für solche Situationen? :)
@Anonym2: Ja, das wäre in der Tat sehr sinnvoll, allerdings ist unsere Lehrerin etwas verplant. Ich weiß auch nicht, wie genau sie sich das Vorstellt...
@Sari: Ich bin ganz deiner Meinung! :)
@Hasenfuß: Das hatten Röckchen und ich vor, allerdings wird nur noch die nächsten 2 Wochen gekocht und wir kommen gar nicht mehr dran... :(
@Mausflaus: Ja, ich weiß, damit kann man sich ganz leicht unbeliebt machen, aber ich glaube, in meinem Eintrag ist gar nicht rübergekommen, dass ich nichts von meinen Gedanken geäußert habe!
@Anonym3: Ja, das muss man natürlich auch bedenken, aber die Kochgruppe hatte von diesen Kommentaren gar nichts mitbekommen. Das die Medien maßgeblich an dem "Milchschnitte und Kinderschokolade ist Gesund" beteiligt sind, stimmt natürlich ebenfalls, aber ich finde, man kann von 18-21Jährigen erwarten, dass sie ein bisschen nachdenken, ob die Werbung wirklich immer nur das Beste für den Verbraucher möchte.
@Anonym4:Das stimmt. Mein Beitrag ist ganz schön arrogant, aber das habe ich auch von Anfang an gesagt. Vielleicht ist er aus dem Grund so, dass ich beim Kochen keinen Fieps gesagt habe, genau aus dem Grund, den du genannt hast. es wäre töricht, oben genannte Kritikpunkte anzusprechen, wenn man nicht gesteinigt und gefedert werden möchte. Außerdem weiß ich sehr wohl um das "Image" der Veganer und gebe mir daher größte Mühe, mein Wissen über Ernährung NICHT in der Öffentlichkeit breitzulatschen.
Ich habe rein gar nichst dagegen, wenn meine Mitschüler Knorr-Dressing essen. Von mir aus könnten sie sich einen Salat aus Chips machen, mich stört nur, dass sich anscheinend gar keine Gedanken zum Thema "Gesund" gemacht wurden, obwohl es ja quasi die Aufgabenstellung war. Mittlerweile sollte ja verbreitet sein, dass Knorr-Tütenprodukte gemeinhin nicht als gesund bezeichnet werden.
Naja, ich habe nicht gesagt, dass sie schrecklich ungesund seien, aber ich finde eben, dass es viele Lebensmittel gibt, die zum Thema "gesund kochen" besser gepasst hätten. Auch wenn es unterschiedliche Reaktionen auf Lebensmittel gibt, kann ich mir nicht Vorstellen, dass ein Knorrdressing für irgendjemanden gesundheitsförderlich ist. Vielleicht nicht unbedingt schädlich, aber jede Quelle, aus der man sich hätte informieren können, würde das sagen.
Genau so mache ich es ja auch, falls ich überhaupt etwas dazu sage. Meistens bleibe ich lieber ganz stumm, weil ich es selbst nicht mag, wenn mir jemand etwas erzählen will, was mich gar nicht interessiert.
Liebe Grüße, Annalein
Total ungesind ist das essen ja erstmal nicht, aber wenn das Thema gesunde Ernährung ist, sollte man dann doch etwas gesünder kochen.
AntwortenLöschenKonntet ihr euch eure Sportkurse nicht aussuchen? oO Es überrascht mich nämlich, dass Leute, die sih kein Stück für gesundes Essen interessieren, dann einen Sportkurs nehmen,in dem man sowas macht...
Ich glaub das hat aber weniger etwas mit der Altersgruppe zu tun, sondern kann man auf die gesamte Gesellschaft beziehen.
Ich denke, dass...
AntwortenLöschena) die meisten unseres Alters (zwischen uns ist ja nur ein Alterunterschied von 2 Jahren) sich sowieso keine Gedanken über gesunde Ernährung machen, solange es "schmeckt" (die meisten in meiner Stufe meinen auch, dass McDonald's ein 'kulinarischer Hochgenuss' sei)
b) den Lehrern das Thema völlig egal ist oder kein ausreichendes Fachwissen vorhanden ist, da
- Ernährunglehre im Studium nicht (gut genug) thematisiert wird
- auch privat kein Wissen gesammelt wird
- zumindest unser Sportlehrer nicht so aussieht, als würde er sich um gesunde Ernährung kümmern
c) man den Mitschülern auch nicht wirklich, wie in den anderen Kommentaren schon ausgedrückt wurde, erklären kann, dass z.B. Knorr Dressing einfach schei** ist, da man sonst (besonders als VeganerIn) als 'miese/r FleischdiebIn' bezeichnet wird, so ist es mir passiert
d) mal als VeganerIn einen völlig anderen Zugang zu Nahrung und gesunder Ernährung hat, da man (meistens) die Fakten kennt und weiß, dass Milchschnitte eben nicht die 'Extraportion Milch' ist, wobei Milch nichtmals gesund ist. Andere sind eben immer noch von der Milch- und Fleischpropaganda indoktriniert, beziehungsweise unwissentlich Anhänger des Karnismus (siehe: http://veganwonderworld.blogspot.com/2012/02/was-ist-der-karnismus.html) So waren wir vor ein paar Jahren auch!
Ich wollte mich schon fast aufregen über den anonymen Kommentar zur Arroganz. Dann hab ich die zwei letzten Kommentare lesen dürfen. Sehr gut. :)
AntwortenLöschenWenn man sich nämlich einen Sportkurs auswählen darf und sich bereit erklärt gesund für einen Kurs mit dem Titel "Laufen und Ernährung" zu kochen, dann muss man sich darum bemühen, das genau das der Fall ist.
Dass offensichtlich viele Jugendliche nicht wissen was gesund ist, ist eine ärgerliche Tatsache, die nicht sein darf.
Und da ist es keineswegs arrogant das zu kritisieren. Sonst wären nahezu alle großen Denker arrogant die eine Veränderung anstreben. Mit dem Finger auf Probleme zeigen gehört dazu. Nichts zu sagen wäre fatal.
In unserer kapitalistischen Gesellschaft ist es kein Wunder, dass so viele Menschen Fans von Milchschnitte, Knorrdressing, Fruchtzwergen, usw. sind. Sich darüber aufzuregen, dass unsere Gesellschaft so degeneriert ist, ist völlig okay.
Unsere heutige Jugend zu belehren allerdings ist unmöglich. Sie ist schlicht und ergreifend verloren. Da kann man als Erwachsener fast noch weniger darauf einreden als ein Gleichaltriger. Das ganze ist eine tragische Komödie, nicht mehr und nicht weniger.
@Sheep Wolf: Veränderung hat nichts mit Arroganz zu tun - im Gegenteil. Wer wirklich Veränderung erreichen möchte, darf keine Arroganz an den Tag legen. Er muss offen sprechen und den Menschen die Wahrheit reichen und auch akzeptieren können, dass es Menschen gibt, die sich nicht auf die Wahrheit einlassen können. Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit der Degeneration des Verstandes zu tun. Es gibt viele Strategien mit etwas umzugehen und manche bevorzugen - gerade, wenn sie in der Lage wäre es zu verstehen - es nicht wissen zu wollen. Wissen generiert Schuld und die wenigsten Menschen möchten sich so etwas auf die Schultern laden.
AntwortenLöschenDie Verallgemeinerung, dass unsere Jugend verloren ist, ist eine reine Floskel, die seit eh und je benutzt wird. Jede alte Generation sagt das über die Nachkommende, weil sie kein Vertrauen in diese hat. Generationenkonflikt und vollkommen normal, aber wohl kaum zu begründen. Was wissen wir schon darüber, was aus dieser Generation wird?
Im Übrigen ist es Quatsch seine Energie darauf zu verwenden sich in einem Internetblog über die scheinbare Degeneration der Bevölkerung auszulassen. Das hat kein höheres Niveau als sich lästernd mit einer anderen Mitschülerin über den Nagellack einer Dritten auszulassen, den man persönlich nicht so schön findet.
Warum die Energie nicht sinnvoll investieren und anderen Menschen, die gern etwas lernen möchten, Hilfe anbieten?
@all: Mir scheint die meisten von euch gehen unangenehmen Konfrontationen einfach gern aus dem Weg und regen sich lieber im geschützten anonymen Raum des Internets darüber auf. Wenn ihr alle das Verhalten eurer Mitmenschen unakzeptabel findet, dann steht gefälligst auch in allen Öffentlichkeit dazu. Sind wir denn im Kindergarten, wo man nur hinter dem Rücken der anderen die Wahrheit sagen kann?
Wer schweigt, stimmt zu - und nichts anderes tut ihr, wenn ihr zu feige seid eure "großen Worten" nur hinter vorgehaltener Hand zu sagen.
So als Tip am Rande: Wenn man ein Gespräch nicht direkt mit dem Satz "Ich bin ja Veganer, darum weiß ich das!" beginnt, hört der Normalo lieber zu. Spart es euch einfach mal jedem auf die Nase zu binden, dass ihr vegan lebt und viele Menschen werden sich plötzlich gern anhören, was ihr so erzählen wollt.
@Anonym4: Ach mensch, ehrlich gesagt hatte ich schon befürchtet, dass es hier zu einer solchen Diskussion kommen würde. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich befürchte, dass ich euch/dir durch meinen Eintrag ein ganz falsches Bild von mir vermittelt habe. Ich habe einfach schon oft die Erfahrung gemacht, das es den Leuten egal ist, was sie essen. Ob es dabei um ihre Gesundheit oder die Ausbeutung von Tieren geht, ist dabei ganz egal. Wenn man seine "Bedenken" äußert, wird man als Gesundheitsapostel hingestellt, als "Bambiknutscher" oder was weiß ich noch alles. Es ist natürlich nicht bei allen so und den Leuten, die ich für "aufnahmefähig" halte, erzähle ich gerne etwas über meine Auffassung von gesunder Ernährung und Veganismus. Aber hättest du etwas gesagt, wenn die Leute schon mit der Grundeinstellung "ey, wehe jemand kommt mit Vollkornnudeln oder so nem Scheiß" und "ich esse doch nur Fleisch, Vegetarier sind zu doof zum jagen" ankommen? Wenn ja, dann bist du vielleicht einfach mutiger als ich, aber ich spare meine Kräfte dann wirklich lieber um später hier zu diskutieren, als sie für das Einreden auf menschliche Wände zu verschwenden. Wie du schon gesagt hast, wollen die meisten Menschen es eh nicht hören, egal wie freundlich, einfühlsam oder unbelehrend (ja, das Wort gibt es wahrscheinlich nicht) man es sagt. Und dieses "Augen verschließen" regt mich einfach total auf und da bin ich froh, hier auf einige Gleichgesinnte zu treffen.
AntwortenLöschenAchja, und Sheep Wolf hat seine Meinung vielleicht etwas sehr, sagen wir mal, unverblümt ausgedrückt, aber er gehört nicht zu der älteren Generation, sondern bekommt jeden Tag hautnah mit, wie "verkorkst" (eines seiner Lieblingswörter) einige Menschen unserer Generation sind. Ich weiß leider nicht wie alt du bist und somit auch nicht, wie weit deine Schulzeit zurück liegt, aber in manchen Situationen kann man sich einfach nur die Haare raufen (nicht nur auf Ernährung und Desinteresse bezogen).
zu dem @all-Teil: Das finde ich jetzt wiederum etwas Arrogant. Genau so, wie ich/wir bestimmt auch schon Fehler in Ernährungsfragen gemacht habe, bist du bestimmt schon einmal einem Konflikt aus dem Weg gegangen. Du kennst weder mich, noch die anderen Persönlich und ich denke nicht, dass du von einem Eintrag und ein paar Kommentaren auf unsere Persönlichkeit schließen kannst bzw. solltest. Und nein, ich fange nicht jedes Gespräch mit "ich bin ein Veganer, darum weiß ich das!" an.
Liebe Grüße, Annalein
@Anonym4: Ganz genau, Veränderung hat nichts mit Arroganz zutun. Fehler aufzuzeigen wird allerdings oft als Arroganz missverstanden. Vor allem ein wertendes Vokabular lässt jemanden so wirken, als würde er auf einer höheren Stufe stehen. Nur ohne ein wertendes Vokabular wird ein Problem nicht deutlich genug.
AntwortenLöschenEs gibt Menschen die sich nicht auf Wahres/Vernünftiges einlassen können. Keine Widerspruch hier, benutzen wir einfach anstelle von "Verlorene Jugend" "Unerreichbare Jugend".
Daran lässt sich nicht viel rütteln, geschminkte 12 Jährige, Smartphones, schlechter Einfluss der Medien und der Werbung, lassen sich nichts sagen. Vielleicht lässt mich das älter klingen als ich bin, aber es ist nicht bestreitbar, dass ein Großteil der Kids für Autorität nicht mehr erreichbar ist. Und das hat sehr wohl was mit der Degeneration des Verstandes zutun.
Deshalb lohnt es sich nicht die Energie an ihnen zu verschwenden. Konzentrieren sollte man sich darauf, dass sich zukunftschaffend um die nachkommenden Generationen gekümmert wird. Dazu gehört unfassbar viel Arbeit. Das gehört zu den Zielen die ich persönlich anstrebe. Was ich oder irgend jemand anderes der hier unterwegs ist, außerhalb der Internet-Blog-Community macht entzieht sich leider deiner Augen, deshalb würde ich mich hüten, als Mit-Kommentator etwas als Quatsch zu bezeichnen. Blogs sind immer noch eine Mitteilungs- und Austauschplattform, die dazu dient über solche Dinge zu reden.
Weiterhin würde ich mich hüten, wenn man selbst unter dem Schutzmantel der Anonymität bleibt, andere aufgrund dessen zu kritisieren. Vor allem weil hier keiner so wirklich anonym ist, bei der Anzahl der Informationen die man den Profilen und Blogs entnehmen kann.
Ich find das voll cool, dass dein Avocadokern so gut keimt! (:
AntwortenLöschenHab das auch schon öfter mal probiert, aber bei mir hats nie geklappt. =/
Was machst du danach damit? Pflanzt du ihn nach draußen?
Also hier hat ganz klar eure Lehrkraft versagt!
AntwortenLöschenWie schon kommentiert wurde: am Anfang sollte eine Diskussion darüber stehen, was gesund ist, was nachhaltig ist, und vielleicht was für sporttreibende Menschen wichtige Nahrungsbestandteile sind.
Danach kann sich dann jede Gruppe daran versuchen. Wie soll aber ein normaler Teenager ohne Vorkenntnisse das ohne Hinweise hinbekommen?
Als Lehrkraft würde ich zum Beispiel Fertigsossen einfach mal begründet verbieten...
Falls das den ganzen Kurs über so läuft kannst du ja mal eine Kritikpunktliste machen und der Lehrkraft überreichen, natürlich ab einem Zeitpunkt wo deine eigene Note nicht mehr gefährdet ist.